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Du fängst gerade erst mit dem Vermieten einer Ferienunterkunft an und fragst dich, ob du eine Kaution von deinen Gästen verlangen solltest? In diesen Beitrag erfährst du, welche Vorteile eine Kaution für deine Ferienwohnung hat, welche Höhe angemessen ist und was du sonst noch beachten musst.
Für Vermieter ist eine Kaution eine finanzielle Absicherung, falls während des Aufenthalts Schäden an der Wohnung entstehen. Die Kaution hilft also dabei, finanzielle Risiken zu minimieren. Zudem sorgt sie dafür, dass die Gäste während des Aufenthalts besser aufpassen, da sie die gesamte Kaution zurückbekommen möchten und daher besser darauf achten, die Unterkunft in gutem Zustand zu hinterlassen.
Bei der Rückzahlung von Kautionen ist es wichtig, rechtliche Vorgaben zu beachten: Vermieter müssen die Kaution innerhalb einer angemessenen Frist nach der Abreise zurückzahlen und dürfen nur gerechtfertigte Beträge für entstandene Schäden einbehalten. Es ist daher wichtig, dass die Bedingungen für die Rückzahlung der Kaution klar sind, um Missverständnisse zu vermeiden.
In Deutschland darf eine Kaution generell maximal drei Nettokaltmieten betragen. Das gilt für langfristig vermietete Unterkünfte genauso wie für die Kurzzeitvermietung. Aber gerade bei Ferienwohnungen, die nur für eine Woche oder ein paar Tage vermietet werden, ist eine zu hohe Kaution nicht ratsam. Hier bietet sich eher eine Kaution von 200 bis 400 Euro an, oder eine Kaution in der Höhe von 10 bis 15 Prozent des Buchungspreises für den gesamten Buchungszeitraum.
Wenn du dich dazu entscheidest, eine Kaution von deinen Gästen zu verlangen, solltest du Folgendes beachten:
So viel zur Theorie. Nun zur Praxis. Wann hast du selber zuletzt für eine Ferienunterkunft eine Kaution bezahlt? Ich vermute, das liegt ein paar Jahre zurück. Richtig, früher war eine Kaution für Ferienwohnungen ganz normal. Heutzutage könnte sie manche Gäste vom Buchen eher abhalten.
Es ist verständlich, dass du dich als Vermieter gegen Schäden an deiner Ferienunterkunft absichern möchtest. Aber dazu musst du nicht unbedingt eine Kaution verlangen. Du könntest stattdessen in deinen Hausregeln klar festlegen, in welchen Fällen Strafzahlungen zu leisten sind, wenn sich Gäste nicht an deine Regeln halten oder größere Schäden entstehen, die nicht durch die Versicherung abgedeckt sind.
Wenn du Smoobu nutzt, kannst du von deinen Gästen eine Vorab-Autorisierungszahlung nutzen, die ähnlich wie eine Kaution funktioniert. Mit Hilfe eines Integrations-Partners wie Swikly oder Charge Automation kannst du einen Teil der Gebühr bereits bei der Buchung einheben.
Bei Direktbuchungen über deine eigene Vermieter-Webseite kannst du deine Kaution zu deinen Konditionen gestalten. Wichtig ist hierbei, dass du transparent bist.
Bei Buchungen über Buchungsplattformen musst du die dortigen Vorschriften beachten:
Booking.com bietet dir die Möglichkeit, eine Schadenskaution festzulegen. Diese Option findest du im Extranet unter:
Weitere Informationen im Fall von Schäden und zum Einstellen einer Schadenskaution findest du hier.
Auch bei Inseraten auf FeWo-Direkt haben Vermieter die Möglichkeit, eine Schadenskaution festzulegen. Wie das genau geht, erfährst du hier.
Airbnb verbietet es Vermietern, die keinen Channelmanager nutzen, eine Kaution von ihren Gästen zu verlangen.
Allerdings bietet dir Airbnb mit Aircover umfassenden Schutz im Fall bestimmter Schäden.
Solltest du also eine Kaution für deine Ferienunterkunft verlangen? Das hängt ganz davon ab, wie wohl du dich dabei fühlst und wie viel Risiko du bereit bist, einzugehen. Eine Kaution kann dir Sicherheit geben und dich im Schadensfall finanziell absichern, aber sie kann auch einige Gäste davon abhalten, bei dir zu buchen.
Wenn du dich dafür entscheidest, eine Kaution zu verlangen, solltest du deine Bedingungen deutlich kommunizieren.
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